Wusstest Du schon?

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Was bedeutet Tliltocatl?

Tliltocatl ist eine Kombination aus dem Wort Tlil für "Schwarz" und Tocatl für "Spinne" in der Sprache der Nahuatl, einer indigenen Sprache Mexikos, es bedeutet also: Schwarze Spinne.

Geschöpfe aus der Urzeit!

Denn Vogelspinnen existieren bereits seit mehr als 350 Millionen Jahren auf unserer Erde. Inzwischen gibt es fast tausend verschiedene Arten der Vogelspinnen-Familie. Die Gattung Brachypelma (Emilia), wurde erstmals um 1856 beschrieben, ganz frisch auf der Artenliste - nämlich seit 2008- ist die Brachypelma khalenbergi. 

 

Fasten für Wirbellose!

Futterverweigerungen von bis zu mehreren Monaten (vor allem um die Häutungszeit herum) sind bei adulten Exemplaren nicht ungewöhnlich und daher nicht automatisch als dramatisch anzusehen. Adulte Tiere sollten alle 7-14 Tage gefüttert werden, Slings alle 2-3 Tage. Der tatsächliche Bedarf hat sich jedoch nach dem Ernährungszustand der Vogelspinne zu richten. Ein eingefallenes Abdomen ist ein eindeutiger Hinweis auf unzureichende Nahrungsversorgung. Mit der Futtermenge und -häufigkeit lässt sich auch die Wachstumsgeschwindigkeit bestimmen. Futterverweigerungen von bis zu mehreren Monaten (vor allem um die Häutungszeit herum) sind bei adulten Exemplaren nicht ungewöhnlich und daher nicht automatisch als pathologisch anzusehen.

 

Das Herz steckt im Hinterleib!

Den Hinterleib von Vogelspinnen bezeichnet man als Abdomen, dort befindet sich auch das schlauchförmige Herz, die Spinnwarzen, die Analöffnung und natürlich die primären Geschlechtsorgane. Cephalothorax nennt man den vorderen Körperteil, hier befinden sich alle acht Laufbeine, die Augen und die Mundöffnung mit den Chelizeren und der Giftklaue. Die Pedipalpen sind eine Extremität im Kopfbereich und dienen den weiblichen Vogelspinnen als Geschmacksorgan, sie manipulieren damit ihre Beute beim Fressen. Bei den Böcken handelt es sich bei den Pedipalpen um Begattungsorgane. 

 

Ein Bombardement kleiner Widerhaken!

Vogelspinnen der Gattung Brachypelma besitzen Brennhaare am Hinterleib, die Sie dem Angreifer bei Gefahr oder Bedrohung mit den Hinterbeinen entgegenschleudern. Auf menschlicher Haut haben sie eine stark brennende Wirkung, denn die Brennhaare besitzen kleine Widerhaken, die Haut, Augen und den Atemtrakt reizen. Bei Allergikern kann das Einatmen der Brennhaare zu lebensbedrohlichen Schwellungen führen. 

 

Wahre Regenerationswunder!

Vogelspinnen sind äußerst regenerationsfähig. Sie können durch Häutungen verlorene Beine, die sie an  Sollbruchstellen verlieren, wieder ersetzen. Doch alles hat seine Grenzen, denn die faszinierenden Achtbeiner sind nach der Häutung sehr empfindlich. Daher dürfen sie während dieser Phase und mehrere Tage danach nicht gefüttert werden, um Verletzungen durch die Futtertiere zu vermeiden.

 

Bitte blankziehen!

Fehlende Haare auf dem Abdomen weisen in der Regel auf die bevorstehende Häutung oder den Abwurf von Bombardierhaaren hin und sind kein Krankheitszeichen.

 

Vogelspinnen, die bombardieren, beißen nicht!

Nicht ganz! Selbstverständlich können Vogelspinnen der Gattung Brachypelma auch beißen, das kommt aber selten vor. Der Biss einer Brachypelma ist zwar schmerzhaft, jedoch nicht gefährlich, es sei denn, es treten allergische Reaktionen auf. Die Chelizeren lösen aufgrund einer Vielzahl von Keimen allerdings häufiger eine Infektion aus, bei der ein weiterer Krankheitserreger den Organismus befällt.

 

Vogelspinnen als Delikatesse!

Nein, Danke! Leider gibt es tatsächlich einige Gegenden in Asien in denen Wildfänge gebraten und als Street Food verkauft werden. In Laos werden Vogelspinnen sogar roh verzehrt. 

 

Who run the world? Girls!

Während ein Brachypelma Smithi Weibchen häufig ein Alter von 25 Jahren erreicht, sterben Böcke derselben Art bereits 2-3 Jahre nach der Reifehäutung. Die Lebenserwartung in der Natur wurde noch nicht ausreichend erforscht, in Gefangenschaft werden Brachypelma Weibchen meist um die 20 Jahre alt!